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Der Freundeskreis

Von der Fertigstellung des 'Bremer Hafens' (1830) bis in die 1960er Jahre war die Stadt Ausschiffungsplatz für mehr als 7 Millionen europäische Emigranten in die Neue Welt. Die große Mehrheit davon ging in die Vereinigten Staaten von Amerika. Bremerhaven war damit nicht nur der Hafen, über den die meisten Deutschen ihre Heimat nach Übersee verließen, sondern zur Jahrhundertwende auch der bedeutendste Auswandererhafen auf dem europäischen Kontinent überhaupt.

Der letzte Morgen im deutschen Hafen (1866)

Gegründet wurde der Freundeskreis Deutsches Auswandererhaus 1985 als Förderverein Deutsches Auswanderermuseum mit dem Ziel, die Errichtung eines Museums voranzutreiben, das die große Bedeutung der Massenauswanderung für die Entwicklung Bremens und Bremerhavens ebenso berücksichtigt wie den europäischen und internationalen Charakter historischer und aktueller Wanderungsbewegungen.

Der letzte Morgen in Bremerhaven (um 1866)
Im Verlauf seiner bisherigen Tätigkeit hat der Verein mit Hilfe von Vorträgen, Ausstellungen, Konferenzen und Publikationen die Idee von Bremerhaven als Standort eines solchen Auswanderermuseums propagiert. Darüber hinaus wurden internationale Kontakte mit verschiedenen Einrichtungen (Archiven, Museen, Universitäten etc.) geknüpft, die sich mit der Erforschung, Dokumentation und Präsentation von Wanderungen beschäftigen sowie familiengeschichtliche und kulturtouristische Dienstleistungen anbieten.

Am 8. August 2005 konnte das große Ziel erreicht werden: Das Deutsche Auswandererhaus, architektonisch und konzeptionell eine Schöpfung  des Studios Andreas Heller in Hamburg, wurde eröffnet. Die Sammlungen des Freundeskreises  (vorher Förderverein) wurden dem DAH  übergeben und mit dem Namen wandelten sich auch die Aufgaben unseres Vereins, der – wie es in der neuen Satzung heißt – das DAH auf wissenschaftlichen, musealen und technischen Gebieten“ unterstützen wird und die „Unterrichtung der Öffentlichkeit über diese Tätigkeiten“ anstreben will. Der Freundeskreis  will wissenschaftliche Arbeiten zur Migrationsgeschichte anregen und die Veröffentlichung solcher Arbeiten unterstützen. Seit kurzem gibt es eine sog. „Sonntagsmatinee“, die in regelmäßigen Abständen im DAH stattfindet und Vorträge zur Migrationsgeschichte anbietet.