Die deutsche Amerikaauswanderung des 19. und 20. Jahrhunderts  I
"Bremen", der erste überseeische Dampfer des Norddeutschen Lloyd Die deutsche transatlantische Massenauswanderung war vor allem ein Phänomen des 19. Jahrhunderts. Dabei strebten ca. 90 % der Migranten in die Vereinigten Staaten. Zwischen 1820 und 1960 gingen etwa 6.7 Mio. in die nordamerikanische Republik, davon allein ca. 5 Mio. zwischen 1820 und 1900.

Etliche verließen die Heimat aus religiösen andere aus politischen Motiven. Die wichtigste Ursache für diesen Massenexodus war jedoch die sich verschlechternde wirtschaftliche und soziale Lage großer Teile der deutschen Bevölkerung seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Als Folge von Industrialisierung und Modernisierung sowie der damit einhergehenden Auflösung traditioneller ländlicher und städtischer Strukturen schwoll die Bevölkerung dramatisch an. Das Erwerbsangebot hielt mit dieser Bevölkerungsexplosion jedoch nicht Schritt.

"Bremen", der erste überseeische Dampfer des Norddeutschen Lloyd
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